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Geschichte der Slowakei

Die auf dem heutigen Gebiet der Slowakei lebenden Slawen gehören zu den ältesten Bewohnern Europas und ihre Heimat fanden hier die ersten Stämme schon am Ende des 5. Jhs. und am Anfang des 6. Jhs. Unter der Drohung der Einfälle und der Angriffe der Awaren einigten sie sich unter der Leitung des fränkischen Kaufmanns Samo, der das Reich Samos errichtete. Das war die erste Staatsordnung auf dem Gebiet der Slowakei. In den weiteren Jahrhunderten war das Reich der Grundstein der Entstehung von weiteren Stammgebilden, später der Fürstentümer, die durch die Vereinigung des Mährischen und des Nitraer Fürstentüms die Entstehung des Grossmärischen Reiches mit dem König Svätopluk an der Spitze ermöglichte. Diese Epoche bedeutete einen grossen kulturellen Aufschwung und mittels der byzantischen Slawenapostel Kyrill und Methodius brachte auf das Gebiet nicht nur das Christentum, sondern auch die erste Schrift. Die vielen Denkmäler aus dieser Zeiten sind in der Stadt Nitra und in ihrer Umgebung zu finden, die gleichzeitig der Platz der Einweihung der ersten christlichen Kirche auf dem heutigen Gebiet der Slowakischen Republik war. Die Epoche des Aufschwungs des Grossmärischen Reiches bestätigen auch die reichen Fundorte im Areal der Burg Devín bei Bratislava, die zu den ältesten Burgen in der Slowakei gehört und war eine bedeutende grossmährische Verteidigungsfestung. Heute kann man von dem Gipfelpunkt seiner gut erhaltenen und rekonstruierten Ruinen den herrlichen Ausblick auf den Zusammenfluss der Flüsse Donau und March bewundern. Nach dem Tod des Königs Svätopluk begann aber das Grossmärische Reich unterzugehen und nach und nach wurde es zum Bestandteil des Ungarns. Es trat eine Epoche der Regierungen der fremden Herrschergeschlechten ein, folgten die Einfälle der Turken aus dem Osmanischen Reich, die fast 150 Jahren dauerten. Die Erinnerungen an die vergangenen Epochen und ihre Herrscher kann man heute mittels der Besuchen der Mittelalterburgen und –schlösser oder der Unikatsholzkirchen wie die Kirchen in Hervartov in Region Šariš oder in Tvrdošín in Region Orava entdecken. Die Burg Orava, die Zipser Burg, die in das Weltnaturerbeverzeichnis der UNESCO eingetragen ist, das Schloß Zvolen, der Schloß in Topo¾èianky, bekannt durch sein Nationalgestut mit der Zucht der Lipizzaner, die sich über die Hauptstadt erhebende Bratislavaer Burg – das ist nur ein Bruchstück der historischen Denkmäler, die Sie in der Slowakei kennenlernen können. Die neuzeitliche Geschichte begann sich auf dem Gebiet der Slowakei unter der Regierung von Maria Theresia und ihres Sohnes Joseph II. zu schreiben. In dieser Epoche wurden die Grundsteine einer Möglichkeit der Entstehung der zukünftigen Slowakei gelegt – es wurde die slowakische Sprache kodifiziert und im Jahr 1848 entstand in Wien der Slowakische Nationalrat. Der Entstehung der Tschechoslowakischen Republik im 1918, an der eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Slowakei M. R. Štefánik teilnahm, kann man sich bei seinem Grabhügel auf dem Berg Bradlo erinnern. Der Grabhügel ist ein architektonisch interessantes Werk nicht nur damaliger, sondern auch heutiger Epoche und bietet einen schönen Ausblick auf die umliegende Landschaft an. Die Beendung der vieljährigen Bemühungen der Slowaken um die Selbständigkeit bedeutete endlich die Entstehung der selbständigen Slowakischen Republik am 1. Januar 1993.

Falls Sie ihre vergangene Geschichte auf detailierter Art kennenlernen und die Romantik in den altertümlichen Burgmauern finden wollen, falls Sie sehen wollen, wohin die Geschichte ging, besuchen Sie die Slowakei. Das Land, das die Vergangenheitsschätze versteckt, die ihrer Entdeckung wert sind.

Historische Sehenswürdigkeiten

Wenn Sie mit der Geschichte zusammentreffen wollen, der beste Ort für dieses Treffen ist die Slowakei. Hier werden Sie Burgen, Schlösser, Chateau und wohlerhaltene Ruinen finden. Stolze Kathedralen, kleine Kirchen, Volksfreilichtmuseen und malerische Dörfchen mit kleinen Holzhäusern, die sich an die vergangenen Jahrhunderte erinnern. Man wird hier mehr als 180 Burgen und Schlösser und ungefähr 400 Chateau finden. Sie erheben sich auf den hohen Felsen und dienten als Festungen für ihre Besitzer, die sich in der Vergangenheit gegen die Streifzüge Ihrer Feinde schützen mussten. Ihre Geschichte fällt in das Mittelalter ein und die meisten von ihnen wurden im 13. Jh. aufgebaut. Manche wurden in verschiedenen Schlachten und Eroberungskriegen niedergebrannt, die meisten aber wurden rekonstruiert und heute gewähren sie einen außergewöhnlichen Kontakt mit den alten Zeiten. Zu den attraktivsten und bedeutendsten gehören die Burg Orava, Zipser Burg, Schloss Bojnice, Burg Devin aus dem Zeitalter des Großmährisches Reiches, aber auch die Burg Trenèín und Schloss Zvolen. Man darf nicht die Burg Beckov oder die mit Legenden verbundene Burg Streèno, Burg Èervený kameò (Bibersburg), Bratislavaer Burg, ein architektonisches Unikat, oder Betliar und die Burg Krásna Hôrka, vergessen. Aber wenn Sie eine wirklich historische Prächtigkeit kennenlernen wollen, dürften Sie nicht die Zipser Burg überspringen. Sie gehört zu den umfangreichsten Burgkomplexen im Europa und sie ist die höchste Burg der Slowakei. Ihre Fläche ist einzigartig – über 41 000 m2. Die Bauarbeiten fangen schon im 12. Jh. an und ihre große Fläche verbreitete sich in den nächsten 600 Jahren. 1993 wurde die Burg in das Verzeichnis des Weltkulturerbes UNESCO eingetragen. Das Gebiet erinnert noch an den Neandertaler und ihre erste Burgstätte entstand bereits im 5. Jahrhundert vor Christus. Sie erinnert an Kelten, an die königliche Familie Arpads, die Streifzüge des Tatars, denen es aber nicht gelungen ist, die Burg zu erobern. Wenn Sie aber den Atem der Vergangenheit genießen wollen, lohnt es sich die Bratislavaer Burgfelsen hinaufzusteigen und durch die Vorhöfe und Gemächer der vorzeitlichen Bratislavaer Burg einen Spaziergang zu machen. Von seinem Verteidigungswerk kann man einen Blick weit über die Donau, nach Nachbarstaten Österreich oder Ungarn zu werfen. Steigen Sie ein Paar Schritte runter und Sie geraten direkt vor den Altar im St. Martinsdom, was ein der Hauptziele der Touristen in der Stadt ist. Als seine erfolgreichste Zeit gelten Jahre zwischen 1563-1830, wann er als die Krönungskirche des Königreichs Ungarn diente. Es wurden da elf Könige, auch die Kaiserin Maria Theresia, und acht königliche Gattinnen gekrönt. Kleine Kirchen und Kirchen unterschiedlichen architektonischen Stils sind in jeder Stadt, sowie in jedem Dorf zu finden. Sie wurden wahrscheinlich zum ersten Mal im 9. Jh. gebaut und gehören in dem Zeitalter des Großmährischen Reiches. Zu den ältesten sakralen Denkmälern gehört auch die vorromanische St. Georgen Kirche in Kosto¾any aus der Hälfte des 11. Jahrhunderts. Zu den einzigartigsten Vertretern der Holzarchitektur werden die Holzkirchen in der Ostslowakei gezählt. Die ältesten sind aus dem Zeitalter der Gotik und befinden sich z.B. in Hervartov oder Tvrdošín. Ursprünglich waren sie griechisch-katholisch, später wurden sie zu orthodoxen Kirchen. Sie wurden mit den einzigartigen karpatischen Holz-Ikonen im Barok- und Rokokostil geschmückt. Die Holzarchitektur ist auch heutzutage besonders für die Ost- aber auch Nordslowakei charakteristisch. Sie können die Freilichtmuseen mit typischen Volksbauten, die an die Vergangenheit erinnern, besuchen. Außer den Freilichtmuseen können Sie die Merkwürdigkeiten in Denkmalreservationen der Volksarchitektur bewundern. Zu den bekanntesten gehören Èièmany (Zimmermannshaus) mit den Holzhäusern und der weißen ornamentalen Verzierung. Zu den Prachtwerken gehört auch das weltbekannte „Holzdorf" Vlkolínec, das im Jahr 1993 ins Verzeichnis des Weltkulturerbes UNESCO eingetragen wurde. Die Architektur ist in der Slowakei von allen Stilen vertreten. Da die Bauten allmählich durch unterschiedliche Stile je nach der Mode durchgingen, sind an einigen Bauten auch mehrere Stile gleichzeitig zu sehen. Romanischer Stil zeichnet sich besonders durch die Sakraldenkmäler aus. Die romanischen Rotunden, die man in Skalica oder Bijanovce finden kann, sind einzigartig. Wenn Sie etwas mehr Monumentales sehen wollen, empfehlen wir Ihnen die St. Martins Kathedrale in Zipser Kapitel und die Basilika in Hronský Beòadik, Diakonice zu besuchen. Romanischer Stil ist auch an den Haupttürmen der Zipser Burg und Burg Trenèín zu sehen. Die Gotik wird besonders durch den Dom Hl. Elisabeth in Košice (Kaschau) und St. Ägidius-Kirche in Bardejov und St. Nikolaus Kirche in Prešov repräsentiert. Den gotischen Stil finden wir auch im St. Martins Dom in Bratislava. Die schönsten Renaissancegebäude kann man in Zips, Kežmarok (Käsmark), Podolínec (Pudlein), Poprad bewundern, die echten Juwelen sind auch Rathäuser in Bardejov (Bartfeld) und Levoèa (Leutschau). Die römisch-katholische Kirsche des Hl. Jakobs in Leutschau gehört zu den wichtigsten Sakralbauten in der Slowakei. Ihr Holzalter des Hl. Jakobs ist der höchste Altar seiner Art in der Welt. Ursprünglich gotische Kirche wurde im 14. Jh. an der Stelle einer älteren Kirche erbaut. Zusammen mit der Kirche entstand auch die gotische Kapelle des Hl. Georgs. Der hohe schlanke Turm der Kirche des Hl. Georgs aus der ersten Hälfte des 19. Jh. ist das deutlichste Element der Stadt-Silhouette. Der spätgotischer Hauptaltar des Hl. Jakobs ist mit der Höhe von 18,6 Metern der größte Altar seiner Art in der Welt. Er wurde aus dem Lindenholz im Zeitraum von 1507 bis 1517 in der Werkstatt Meisters Paul aus Levoèa geschnitzt. Eine der interessantesten Städte ist Banská Štiavnica (Schemnitz), die 1993 ins Verzeichnis des Weltkulturerbes UNESCO eingetragen wurde.  In der Stadt befinden sich 191 Kulturdenkmäler und ein Nationalmonument. Dazu gehören die Bergbauakademie, das Alte Schloss, eine Dominante ist das Neue Schloss, Kalvarienberg, Naturbergmuseum und viele andere einzigartige Denkmäler. Im Verzeichnis des Weltkulturerbes UNESCO finden wir auch die Stadt Bardejov, eine der ältesten Städte im Mitteleuropa. Falls Sie sich entscheiden, einen historischen Teil der Slowakei kennenzulernen, eine Stadt oder ein Dorf zu besuchen, dann seien Sie sich sicher, dass dieses Erlebnis zu den schönsten in Ihrem Leben gehören sein wird.

Informationen über Kunstgeschichte

In der Slowakei finden Sie viele Museen, es reicht nur sich zu entscheiden, für welche Art Sie Interesse haben. Wir garantieren aber, dass es jedes von den Museen schafft, mit eigenen Exponaten zu begeistern. Ob es um die Bergmuseen, die naturwissenschaftlichen Museen mit den Geheimnissen und Schönheiten der slowakischen Natur, die Heimatkundemuseen, die Museen mit den wertvollen Münzensammlungen oder die archeologischen Museen geht, die die altertümlichen Ausgrabungen und Artefakten der vergangenen Epoche verstecken. Man kann sie fast in jeder Stadt oder jedem Dorf finden, weil man im ganzen Land die Vergangenheit aus verschiedenen Lebensbereiche der Slowakei fühlt.

Ebenso finden Sie in jeder Ecke des Landes verschiedene Arten der Gemäldegalerien. Die wertvollsten Kunstschätze der alten und auch der modernen Meistern können Sie in der Slowakischen Nationalgalerie erkennen, wo ihren Platz die bekannten slowakischen und auch ausländischen bildenden Künstler haben. Weitere Galerien finden Sie in Bezirksstädten. In Banská Bystrica und in Nitra gibt es die Staatsgalerie, in Ružomberok die ¼udovít Fulla-Galerie, nach einem der bekanntesten bildenden Künstler der Slowakei benannt, im Gebiet Orava in Dolný Kubín ist es die Galerie Orava, die die Werke der bedeutenden Malerin Mária Medvecká ausstellt.

Die slowakische Theaterkunst ist gut bekannt auch im Ausland und zwar nicht nur wegen des Gastieren unserer Künstler im Ausland, sondern auch wegen der zielgerichteten Besuche der Theatervorstellungen in unseren Theatern. In dem neuaufgebauten Slovakischen Nationaltheater in Bratislava sind Schauspieltheater, Ballett und Oper tätig. Die Namen der Opernsänger wie Peter Dvorský, Ján Galla oder Edita Grúberová und ¼ubica Rybárska haben die Opernkunst der Slowakei weltweit berühmt gemacht und sie traten an den bekanntesten Opernbühnen im Ausland auf.

Das Land unter der Tatra prahlt auch mit den erfolgreichen Künstlern aus dem Bereich der Musik. Die Slowakische Philharmonie, Slowakischer Philharmonischer Chor und Slowakisches Kammerorchester gehören zu der Weltspitze im Bereich der Kammermusik. Die moderne Musik bildet genauso einen Bestandteil der slowakischen Musikszene.

Die Slowakei ist aber weltweit bekannt durch ihre einzigartige Folklore. Die Folklorgruppen Lúènica oder S¼UK wurden zum Phänomen auch im Ausland. Die slowakische Folklore gehört zum größten Stolz des Landes. Jede Stadt, jedes Land oder Dorf hat sein eigenes Charakter und eigene Folklore – die Musik, originelle Trachten und Architektur, Bräuche und Mundart. Sie haben gastronomische Volksspezialitäten, typische Keramik und Werkzeuge. Die Slowakei ist einfach ein grosser Brunnen der Traditionen, die sich nirgendwo in der Welt finden. Man kann sich davon auf den bekannten Folklorefestspiele in Východná in der Ostslowakei, unter dem Berg Po¾ana im Region Zamagurie oder in Detva überzeugen. Die slowakischen gastronomischen Spezialitäten wie Brimsen, Schafkäsesorten oštiepok und korbáèiky finden Sie nirgendwo in der Welt und sie sind eine ausgesuchte Delikatesse der Besucher. Zu den einzigartigen Volksprodukte gehört auch das Musikinstrument fujara, das einzigartig nicht nur wegen seiner charakteristischen Stimme ist, sondern auch wegen der Form, die die spezifische Form der 180 cm langen Pfeife charakterisiert. Und es ist eine wirkliche Kunst, dieses Instrument spielen zu können. Nicht umsonst wird die Hirtenflöte fujara zu den immateriellen UNESCO Denkmälern eingereiht. Und was noch in der Slowakei „am…sten“ ist? Es wird allgemein in der Welt behauptet, dass die slowakischen Mädchen die schönsten der Welt sind. Aber es ist am besten sich darüber auf eigene Augen zu überzeugen.

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